Zum Dogma der vollständigen Handlung
DOI:
https://doi.org/10.69804/bagon.v3i2.43Schlagworte:
Berufliche Didaktik, Vollständige Handlung, Berufliche Bildung, LernfeldunterrichtAbstract
Die vollständige Handlung stammt aus der betrieblichen Ausbildung im gewerblich-technischen Bereich. Bei der Anwendung im Berufsschulunterricht kann sie als didaktische Klammer über Arbeits- und Geschäftsprozesse hinweg dienen. Wird sie jedoch dogmatisch angewandt, führt sie zu einer problematischen Unterrichtspraxis, weil andere didaktische Ansätze und methodische Vorgehen verdrängt werden. Der Autor plädiert für die Verschränkung von Handlungs- und Fachsystematik. Je mehr neben Handlungswissen auch fachsystematisches und kontextuelles Wissen für eine berufliche Handlungskompetenz benötigt wird, umso geringere Bedeutung besitzt die vollständige Handlung. Wird sie trotzdem strikt verfolgt, wird der Lernprozess erschwert.
The complete action framework originates from vocational training in the industrial-technical sector. When applied in vocational school instruction, it can serve as a didactic framework that spans work and business processes. However, if applied dogmatically, it leads to problematic teaching practices because it supplants other didactic approaches and methodological strategies. The author advocates for the integration of action-based and subject-specific systems. The more subject-specific and contextual knowledge - in addition to action-based knowledge - is required for professional competence, the less significance the complete action sequence holds. If it is nevertheless strictly followed, the learning process becomes more difficult.
Downloads
Veröffentlicht
Zitationsvorschlag
Ausgabe
Rubrik
Lizenz
Copyright (c) 2026 Hartmut Hannemann

Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International.
